Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey)

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  1. CLERO
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    Liebe Community,

    ich muss eine Rechnung für eine Firma, die auf den Kanalinseln (Guernsey) sitzt, ausstellen. Wir haben für diese Firma eine digitale Dienstleistung in Deutschland erbracht. Wir haben schon einige Kunden im EU-Ausland, wo wir das "Reverse Charge Verfahren" anwenden, das hier aber nicht funktioniert, oder?

    Der Rechnungsempfänger ist gewillt mir zu helfen, scheint aber auch nicht ganz durchzusehen.

    Der Kunde schrieb mir folgendes (in kursiv):

    In den Kanalinseln gibt es keine Steuernummer, dass können sie hier weiterlesen. (Weil ich nach der Steuernummer fragte)
    Territorial status of EU countries and certain territories - Taxation and Customs Union - European Commission

    Wenn sie eine Registernummer nicht haben und Einzelunternehmer sind, dann muss ihr Name und Geburtsdatum auf die Rechnung (für unsere Schutzrichtlinien)

    (Einzelunternehmen stimmt - weshalb natürlich der Name auf der Rechnung steht. Aber warum das Geburtsdatum?!)

    Könnte mich vielleicht jemand aufklären und mir sagen was hier nun auf die Rechnung muss?

    Vielen Dank vorab!

    Alex
     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #1 6. November 2018
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  3. Taxofit
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    Hallo.

    Ort der Leistung ist im Drittland, somit ist es eine Frage der dortigen Gesetzgebung. Möglicherweise gibt es dort etwas Reverse-Charge-artiges oder aber es muss der Umsatz dort gemeldet und eine dortige Umsatzsteuer abgeführt werden. Das sollte der Kunde mal in Erfahrung bringen.

    Gruß

    https://www.ihk-berlin.de/blob/bihk...berschreitende_Dienstleistungen_2010-data.pdf
     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #2 6. November 2018
  4. CLERO
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    Hallo Taxofit,

    vielen Dank für deine Hilfe.

    Ich denke auch, dass eine dortige Umsatzsteuer abgeführt werden muss. Nur was schreibe ich auf die Rechnung, sodass auch unser Finanzamt Bescheid weis?

    Auf Seite 9 des PDFs, das du geschickt hast, ist unsere Dienstleistung ungefähr beschrieben.

    Nun herrscht noch mehr Chaos in meinem Kopf o_O
     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #3 6. November 2018
  5. Roland21
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    Man könnte die Norm notieren.

    § 3a (2) UStG, da zwar § 3a (5) Satz 2 Nr. positiv, aber §3a (5) Satz 1 negativ.

    Ich finde den Gedanken, solche Dinge auf der Rechnung (und im Buchungssatz) zu notieren, eigentlich recht interessant. Man muss bei der Bp nicht lage rumsuchen und hat gleich den Grund für den fehlenden Steuerausweis vor der Nase.
     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #4 6. November 2018
  6. CLERO
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    Hallo Roland21,

    vielen Dank für dein Feedback! Wir schreiben die Norm des Reverse-Charge-Verfahrens auch immer mit auf die Rechnung. Unser Steuerberater hat uns das so ans Herz gelegt. Er meint, das Finanzamt wird es mögen. ;)
     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #5 7. November 2018
  7. Aerosoul
    Aerosoul Erfahrener Benutzer
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    Moin,

    ist ja schon mal positiv dass es einen gibt. Nur: Warum fragst du nicht Deinen Steuerberater, wie hier zu handeln ist?
     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #6 7. November 2018
  8. Roland21
    Roland21 Erfahrener Benutzer
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    Nein. Gemeint war hier der Ort der Leistung. Das RC steht in § 13b.

    Da der Rechnungsempfänger im Ausland sitzt, interessiert ihn der deutsche § 13b doch gar nicht. Er wird wohl in seine eigenen Gesetze gucken müssen.

    Deshalb war die Frage ja auch richtig gestellt:

     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #7 7. November 2018
  9. Vox
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    Wenn ich richtig verstanden habe wird doch eine sonstige Leistung auf elektronischem Weg erbracht. Und da die Unternehmereigenschaft des Empfängers sichergestellt (?) zu sein scheint, ist § 3a (2) unser Freund. Ort ist also Drittland und damit nicht steuerbar.

    Auf solche Rechnungen verordne ich immer den Satz "nicht im Innland steuerbare Leistung" anzubringen, den man noch um "da Ort der Leistung nach § 3a (2) im Ausland" ergänzen kann. §13 b spielt hier keine Rolle, da keine Steuerschuld existiert (nicht steuerbar!) die auf den Leistungsempfänger übergeht.

    Interessanter ist hier aber darauf zu achten, dass die selbe Rechnung an eine Privatperson zum Ort INLAND der Leistung führt und alles vorstehende für die Katz ist. Ob und wie weit man beim Drittland-Empfänger dies prüfen und nachweisen muß soll der StB sagen und dann auch vertreten. Bei gleichen Leistungen an EU-Unternehmer mit USt-ID ist, um Reverse Charge anwenden zu dürfen, die qualifizierte Bestätigung der USt-ID über den Firmennamen nötig.
     
    Rechnung von Deutschland nach Kanalinseln (Guernsey) Beitrag #8 9. November 2018
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