Umsatzsteuer statt Einkommensteuer

Diskutieren Sie Umsatzsteuer statt Einkommensteuer im Einkommensteuer Forum im Bereich Rechnungswesen - Steuern; Liebe Fangemeinde, die ESt bestraft den fleißigen, der zu Geld/Gewinn gekommen ist und ist aufgrund der etlichen Ausnahmetatbestände eigentlich...

  1. Anonymous
    Anonymous Gesperrt
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    Liebe Fangemeinde,

    die ESt bestraft den fleißigen, der zu Geld/Gewinn gekommen ist und ist aufgrund der etlichen Ausnahmetatbestände eigentlich nicht mehr zeitgemäß, denn als junger Unternehmer habe ich in gewisser Weise selbst in der Hand, wie hoch mein Gewinn ist. Um Gewinn und damit ESt zu vermeiden, produziere ich Kosten auf Teufel komm raus und zur nächsten Krise fehlt mir das finanzielle Polster um diese zu überwinden.

    Nun ist die ESt/LSt ein großer Teil der staatlichen Einnahmen. Ein ähnlich großer Teil entsteht durch die USt - wenn ihr mich fragt, eine ehrer gerechtere Steuer, denn wer am wirtschaftlichen Verkehr als Verbraucher teilnehmen will, kommt um diese Steuer nicht herum.

    Was spräche nun dagegen, dem Privatmann den Lohn, das Gehalt oder auch den Gewinn aus... zu lassen, also auf ESt zu verzichten und statt dessen die USt (und diese europaweit) entsprechend anzuheben. Auch um seine SV (alle Teile) sollte sich der AN selber kümmern. (Beim Versichern eines Kfz gibt es schließlich auch eine Pflichtversicherung, die funktioniert.) Im Endeffekt hätte der AN "für fünf Minuten" dein Brutto in den Händen, um es danach nach eigenem Ermessen zu verbrauchen und damit USt zu bezahlen. Um eine Sozialverträglichkeit zu erreichen könnte man mehrer USt-Sätze (Existenz-, Kultur- und Luxusgüter) einrichten.

    Auf Eure Meinungen bin ich jetzt gespannt... :p

    Liebe Grüße vom DAU
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #1 1. Juni 2004
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  3. jochen
    jochen Benutzer
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    guten morgen!

    ich weiss nicht .... was ist mit geringverdienern, was mit arbeitslosen und/oder sozialhilfeempfänger, was mit rentner, schüler, auszubildende, studenten, existenzgründer etc?

    wenn alles über die mwst geht verschiebt sich die ganze sache bestimmt noch mehr.

    was die sv betrifft, so teile ich uneingeschränkt deinen vorschlag. ich denke die beträge würden deutlich sinken und die leistungen deutlich steigen. aber dass ist zum einen eine vermutung, zum anderen ein wunsch, der wohl nie in erfüllung geht.

    schönen tag noch, jochen
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #2 2. Juni 2004
  4. Stanley
    Stanley Erfahrener Benutzer
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    Guten Morgen,

    auch ich stimme dir zur SV uneingeschränkt zu ... aber wie Jochen schon sagte wird es ein Wunschtraum bleiben...

    DAU melde dich doch mal richtig am Forum an, da wirste dann auch benachrichtigt wenn Du eine Antwort auf eine Frage bekommst..

    Gruß,

    Stanley
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #3 2. Juni 2004
  5. Anonymous
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    arme Leute müssen unterstützt werden

    Hallo Jochen,

    den kleinen Mann muss man eben unterstützen - durch höhere Zahlungen oder in anderer Form - bitte verlange nicht, dass ich mir eine Komplettlösung für die verfahrene Kiste BRD ausdenke, letztlich wird an jedem Vorschlag etwas einzuwenden sein, wenn nicht von dir oder Stanley oder mir - Doch es sollte darauf ankommen, mal etwas Neues zu versuchen...

    @ Stanley

    ich will mich nicht anmelden - :wink:

    Grüße vom DAU
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #4 2. Juni 2004
  6. Grey
    Grey Benutzer
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    Netter Vorschlag, aber ist der gerecht?

    Hallo DAU,
    da bekanntermassen (selbst die Fachleute vom BFM und Dozenten der Steuerakademien der Länder geben das zu) die Umsatzsteuer die unsozialste Steuer ist, frage ich mich, wie Dein Vorschlag dem Gemeinwohl nutzen soll.
    Der Vorstandsvorsitzende einer größeren Deutschen Bank verdient 11,5 Mio im Jahr, hat umsatzsteuerpflichtige Ausgaben von 1,16 Mio im Jahr, was einer Belastung von ca. 10 % séines Einkommens entspricht. Der Fliessbandarbeiter muss mit einem Jahreseinkommen von 35.000 € leben, und hat umsatzsteuerpflichtige Ausgaben i.H. von 15.000 €, wa seiner Belastung von knapp 43% entspricht. Beide nehmen die gleichen staatlichen Leistungen in Anspruch. Jetzt muss ich mich natürlich fragen, ob diese Besteuerung gerecht ist. Ich gönne mit Sicherheit jedem sein Einkommen, bin aber auch der Meinung, dass derjenige, welcher mehr verdient (ob das gerechtfertigt ist oder nicht, soll ja hier nicht diskuttiert werden) auch entsprechend mehr zum Gemeinwohl beitragen soll.
    Die nächste Möglichkeit wäre natürlich alle Steuern und Abgaben abzuschaffen. Hierzu empfehle ich Dir die Lektüre der SF-Romane aus dem "Galatin-Universum" von L. Neill-Smith, die lesen sich ganz luistig, vor allem, wen man ein wenig Ahnung von Steuerrecht und anderen Gesetzen hat. :wink:

    Stay Grey
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #5 3. Juni 2004
  7. Guamokolatokint
    Guamokolatokint Benutzer
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    Fakt ist ja, daß sich die skandinavischen Steuersysteme (viel USt, wenig Ertragsteuer) als gangbar erwiesen haben. (Deren Sozialsystem hat an anderer Stelle gekrankt.)

    Wenn ich entscheiden soll, ob ich n € für ESt oder für USt ausgeben soll, so wähle ich lieber die USt. Mit meinem Kaufverhalten kann ich leichter beeinflussen, wieviel Steuern ich bezahlen muß.
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #6 30. Oktober 2004
  8. Arkinsore
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    Erstaunlich. Wenn man die folgende Veröffentlichung des BMF anklickt, http://www.bundesfinanzministerium..../Artikel/Die-wichtigsten-Steuern-im-int...htm
    erscheinen mir die Ertragssteuersätze nämlich relativ hoch. Auch wenn die Sätze natürlich nicht direkt miteinander vergleichbar sind.
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #7 31. Oktober 2004
  9. Guamokolatokint
    Guamokolatokint Benutzer
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    Also nach flüchtigem Drüberkucken habe ich immer nur "Abgabenquote" gelesen.

    Nun ist der Text auch recht lang und ich bin recht faul.

    Ich würde mich also nicht dazu hinreißen lassen zu behaupten., der Text sei nicht einschlägig, da ich in meinem obigem Posting die sozialen Ausgaben expresis verbis auszuklammern gemeint hatte.

    Mir ist klar, daß man die Cheops-Pyramide oder einen Schuhkarton solange ausmessen kann, bis sie nach Norden zeigen. Ebenso klar ist mir, daß die Regierung in ihren Broschüren nicht herumkrakeelt "wir sind ja soooo grottenschlecht."

    Hm... und ich trete DOCH aus der Einkommensteuer aus!
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #8 31. Oktober 2004
  10. Arkinsore
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    Die erste Übersicht in dem erwähnten Dokument stellt die verschiedenen Steuersätze dar. Also wird da gar keine Cheops-Pyramide ausgemessen. Im übrigen hatte ich mal gehört, dass die Cheops-Pyramide sogar ziemlich exakt an den Himmelsrichtungen ausgemessen ist und nur minimale Abweichungen (bezogen auf die riesige Größe) hat.
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #9 1. November 2004
  11. Guamokolatokint
    Guamokolatokint Benutzer
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    ...die man entweder ob ihrer niedrigen Höhe bewundern kann oder auch nicht.

    Das habe ich auch so gehört. War vielleicht ein blödes Beispiel.

    Wie wärs hiermit: Der Nullmeridian verläuft genau durch die astronomische Station von Greenwich.

    Die "Fibonacci-Zahlen" bilden die sogenannte Goldene Regel mathematisch ab.
     
    Umsatzsteuer statt Einkommensteuer Beitrag #10 1. November 2004
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