Krise GmbH & Co. KG

Diskutieren Sie Krise GmbH & Co. KG im Rechnungswesen Übungsaufgaben Forum im Bereich Rechnungswesen Allgemeines; Hallo, ich habe eine Übungsaufgaben zur Besteuerung in einer wirtschaftlichen Krise. Ich hoffe, Ihr könnt mir ein wenig unter die Arme greifen. :)...

  1. Zinsschranke
    Zinsschranke Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    ich habe eine Übungsaufgaben zur Besteuerung in einer wirtschaftlichen Krise. Ich hoffe, Ihr könnt mir ein wenig unter die Arme greifen. :)

    Sachverhalt:

    An der A-GmbH & Co. KG sind die Kommanditisten A und B mit jeweils 50 % der Stimmrechtsanteile beteiligt (entsprechende Beteiligung am Jahresergebnis). A und B leisten jeweils eine Einlage iHv jeweils 250.000,00 EUR; eine Außenhaftung darüber hinaus besteht nicht. Komplementär ist ohne vermögensmäßige Beteiligung die A-GmbH. A hatte der A-GmbH & Co. KG ein Darlehen mit endfälliger Tilgung iHv 100.000,00 EUR mit fremdüblicher Verzinsung von 10 % im Wj 2009/2010 gewährt. In der Gesamthandsbilanz ist diese Verbindlichkeit zutreffend passiviert. A hat die Darlehensforderung in seiner Sonderbilanz aktiviert. In den folgenden Wj verläuft die Geschäftslage erfreulich, sodass stets Jahresüberschüsse in der Gesamthandsbilanz ausgewiesen werden. Als die A-GmbH & Co. KG im Wj 2016/2017 in die Krise gerät, verzichtet A auf seine Darlehensforderung in voller Höhe. Der Gesellschaftervertrag sieht folgende Konten vor: Auf dem Kapitalkontio I sind die Hafteinlage zu buchen. Auf dem Kapitalkonto II sind Einlagen, Entnahmen, gesetzliche Gewinnthesaurierungen und Verluste zu buchen. Auf dem Kapitalkonto III sind stehen gelassene Gewinne zu buchen. Am Bilanzstichtag 31.10.2017 des Wj 2016/2017 wird in der Gesamthandsbilanz ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.000.000 EUR ausgewiesen (Zinsaufwand iHv 10 TEUR als Betriebsausgabe gebucht). Fragestellung: Bestimmen Sie die Einkünfte aus Gewerbebetrieb der Gesellschafter A und B für den VZ 2017.

    Lösungsansatz

    Gesellschafter B:

    Ergebnisanteil aus Gesamthandsbilanz: 0,5*-1 Mio. EUR = -500.000,00 EUR
    Ergebnisanteil aus Ergänzungsbilanz: 0 EUR
    Ergebnisanteil aus Sonderbilanz: 0 EUR
    Insgesamt: -500.000,00 EUR

    Dieser Betrag ist auch gem. § 4a Abs. 2 Nr. 2 EStG dem VZ 2017 zuzuordnen.

    Kapitalkonto I und II bilden das Kapitalkonto im Sinne des § 15a Abs. 1 S. 1 EStG. Dies beträgt:

    Hafteinlage: 250 TEUR
    ./. Verlust: 500 TEUR
    Stand 31.10.17:-250 TEUR

    Somit sind -250.000,00 EUR als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG und § 15a Abs. 1 S. 1 EStG im VZ beim Gesellschafter B zu berücksichtigen. Der nicht verrechenbare Verlust beträgt -250.000,00 EUR.

    Gesellschafter A:

    Ergebnisanteil aus Gesamthandsbilanz: 0,5*-1 Mio. EUR = -500.000,00 EUR
    Ergebnisanteil aus Ergänzungsbilanz: 0 EUR
    Ergebnisanteil aus Sonderbilanz: +10.000 EUR
    Insgesamt: -490.000,00 EUR

    Dieser Betrag ist auch gem. § 4a Abs. 2 Nr. 2 EStG dem VZ 2017 zuzuordnen.

    Hafteinlage: 250 TEUR
    + Einlage gem. § 6 Abs. 5 S. 3 Nr. 2 EStG: 100.000,00 EUR**
    ./. Verlust aus Gesamthandsbilanz: -500 TEUR
    = Stand 31.10.2017: -150 TEUR


    Somit sind -340.000,00 EUR (= -350 TEUR + 10 TEUR) als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG und § 15a Abs. 1 S. 1 EStG im VZ beim Gesellschafter B zu berücksichtigen. Der nicht verrechenbare Verlust beträgt -150.000,00 EUR.


    ** Buchung in Gesamthandsbilanz:

    per Verbindlichkeiten ggü. Ges. 100 TEUR an Kapital A 100 TEUR

    ** Buchungen Sonderbilanz A:

    per Kapital A 100 TEUR an Forderung 100 TEUR


    Fragestellung:


    Welche Fehler habe ich im Rahmen meiens Lösungsvorschlages begangen?


    Danke und LG!
     
    Krise GmbH & Co. KG Beitrag #1 25. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 25. November 2017
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