Warenwirtschaft, UV Bewertung

Diskutieren Sie Warenwirtschaft, UV Bewertung im Jahresabschluss Forum im Bereich Buchführung / Buchhaltung; Hallo zusammen, ich klicke mich gerade durchs Internet auf der Suche nach einem Warenwirtschaftssystem . Nun stolpere ich schon bei einem Programm,...

  1. sebacon
    sebacon Erfahrener Benutzer
    Registriert seit:
    1. Juni 2016
    Beiträge:
    233
    Zustimmungen:
    47
    Geschlecht:
    männlich
    Hallo zusammen, ich klicke mich gerade durchs Internet auf der Suche nach einem Warenwirtschaftssystem .

    Nun stolpere ich schon bei einem Programm, dort lese ich im pdf-Handbuch bei der Inventurbewertung der Warenbestände als Einstellmöglichkeit.:letzter EK (soll vermutlich letzter Einkaufspreis bedeuten)
    Dies soll steuerlich anerkannt sein, steht da ausdrücklich.

    Habe ich da was verpaßt ? Worauf soll das beruhen?
    ich kenne nur die Durchschnittmethoden und Verbrauchsfolgeverfahren (Lifo/Fifo )

    lg, Siggi
     
    Warenwirtschaft, UV Bewertung Beitrag #1 10. Juni 2018
  2. Anzeige
     
  3. riese
    riese Super-Moderator
    Mitarbeiter
    Registriert seit:
    14. Oktober 2007
    Beiträge:
    15.789
    Zustimmungen:
    1.418
    Hallo Siggi,

    klingt so nach Lexware. Die dortigen Programmierer haben sich offenbar auf die Inventurmethode versteift und lassen die Skontrationsmethode (§241 Abs. 2 HGB) völlig außer Acht. :(

    "Letzter EK-Preis" bedeutet faktisch FiFo (ältere Lieferungen werden als bereits verbraucht angesehen).

    "Durchschnittlicher EK-Preis" gibt ein falsches Bild, weil die Abgänge nicht in die D-Preis-Berechnung einbezogen werden. Da hilft nur die Einstellung "manuelle Erfassung", die Zuhilfenahme einer Excel-Tabelle und manuelle Aktualisierung es Preises nach jeder Lieferung. :(

    Ja. Es gibt den gewogenen und den dynamischen Durchschnittspreis. Geregelt in § 240 Abs. 4 HGB. Beim dynamischen Durchschnittspreis erfolgt die Aktualisierung bei jeder Lieferung, beim gewogenen Durchschnittspreis zu einem Stichtag (z.B. der Inventur).

    Kleine Anmerkung zum Skontrationsverfahren: Nach herrschender Meinung ist nicht "gesichert, daß der Bestand der Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert auch ohne die körperliche Bestandsaufnahme für diesen Zeitpunkt festgestellt werden kann"
    - bei verderblicher Ware (z.B. Lebensmittel, Farbe)
    - Ware, die einem Schwund unterliegt (z.B. Wasser, Benzin)
    - Ware, die an nicht diebstahlssicherem Ort lagert (z.B. in einem Selbstbedienungsladen)
    - bei Einzelstücken von besonders abweichendem Wert (etwa eines Accu-Schraubers in einem Schraubenlager). Warum, verstehe ich auch nicht ganz.
    In diesen Fällen kann auf die körperliche Bestandsaufnahme - zumindest stichprobenweise - nicht verzichtet werden. Zweckmäßigerweise führt man diese Kontrollinventuren durch
    - vor einer Bestellung
    - nach einem Einbruch
    - nach einem Elementarschaden.
    Bis zum Inkrafttreten des BilMoG im Jahre 2010 musste hier jeder Artikel nachweislich 1x im Jahr gezählt werden (auch wenn die v.g. Voraussetzungen nicht vorlagen).

    Gruß
    Rainer
     
    Warenwirtschaft, UV Bewertung Beitrag #2 11. Juni 2018
Thema:

Warenwirtschaft, UV Bewertung