Rechnungsgemauschel

Diskutieren Sie Rechnungsgemauschel im Allgemeine Fragen zum Rechnungswesen Forum im Bereich Buchführung / Buchhaltung; Hallo Forum, ich noch mal mit einer Rechnungsfrage: Wie weiter oben schon beschrieben, erbringen wir als Verein gegenüber anderen Mitgliedern eine...

  1. Hans im Glück
    Hans im Glück Benutzer
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    Hallo Forum,

    ich noch mal mit einer Rechnungsfrage: Wie weiter oben schon beschrieben, erbringen wir als Verein gegenüber anderen Mitgliedern eine Dienstleistung. Diese anderen Mitglieder sind zum einen Vereine oder auch Zweckverbände. Bei Ausarbeitung der Antragsunterlagen wurde vereinbart, dass diese Mitglieder eine Umlage/Zuwendung für die Dienstleistung an uns zahlen. Laut Steuerberater ist diese Dienstleistung aber umsatzsteuerpflichtig, so dass wir nun Rechnungen mit Umsatzsteuer verschickt haben. Ein Mitglied hat nun Probleme mit dieser Rechnung inklusive Umsatzsteuer, sie könnten diese so nicht akzeptieren, vorher wäre von Zuwendung gesprochen worden und bei einer Dienstleistung hätten sie vorher Vergleichsangebote einholen müssen, wir müssten dies nun anders gestalten. Ich sehe da aber keinen Spielraum. Ich kann doch nicht eine Zuwendung anfordern und für diese dann Umsatzsteuer bezahlen? Auf der anderen Seite müssten wir bei einer Steuerprüfung diesen Betrag sicher nachversteuern warum dann nicht gleich abführen? Kann/darf man mit zwei Rechnungen arbeiten? Eine für unsere Unterlagen inklusive Umsatzsteuer und eine für das Mitglied ohne Umsatzsteuer? Versteht jemand was ich meine?

    Gruß Hans
     
    Rechnungsgemauschel Beitrag #1 7. Dezember 2017 um 12:03 Uhr
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  3. wp2015
    wp2015 Erfahrener Benutzer
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    Hans, demnächst ist Weihnachten, kein Karneval.
     
    Rechnungsgemauschel Beitrag #2 7. Dezember 2017 um 15:29 Uhr
  4. Aerosoul
    Aerosoul Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    da wir die Satzung des Vereins nicht kennen, ist erstmal die Beurteilung, ob die Einnahmen in den WiG (i.d.R. 19 % USt) oder in den Zweckbetrieb (7 % USt) gehören, nicht möglich.

    Wenn der Verein für andere eine Dienstleistung erbringt, findet ein Leistungsaustausch statt, der der Umsatzsteuer zu unterwerfen ist. Ob das den Leistungsempfängern passt oder nicht spielt erstmal keine Rolle. Der Verein muss die Steuer abführen und haftet dafür auch.

    Eine Zuwendung (Spende) erfolgt auf freiwilliger Basis ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Kann es sein dass hier die Begrifflichkeiten etwas durcheinander geworfen werden?

    Du könntest höchstens eine Rechnung ausstellen wo irgendwo steht "im Gesamtbetrag sind x % USt enthalten" (also kein gesonderter Ausweis der USt). Aber auf so ein rumgeeier würde ich mich erst gar nicht einlassen.

    Was sind denn die Gründe dass sich einige Mitglieder sträuben?
     
    Rechnungsgemauschel Beitrag #3 7. Dezember 2017 um 15:33 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2017 um 15:36 Uhr
  5. wp2015
    wp2015 Erfahrener Benutzer
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    Ganz einfach - das Geld ist schon verplant oder ausgegeben. Vereine bzw. Verbände sind darin ganz speziell.
     
    Rechnungsgemauschel Beitrag #4 7. Dezember 2017 um 15:56 Uhr
  6. Hans im Glück
    Hans im Glück Benutzer
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    Hallo zusammen! Danke für die Antworten - ja, das mit dem Karneval / Weihnachten trifft es schon ganz gut - aber ich werde mir ja mal was wünschen dürfen :)

    Also es ist so: es handelt sich um ein von der EU gefördertes Projekt, unsere Mitglieder bilden hier ein Konsortium und erhalten dafür Zuwendungen. Wir als Verein (sind nicht in diesem Konsortium vertreten u. erhalten ergo aus dem Topf auch keine Zuwendungen) erbringen nun die oben genannten Dienstleistungen. Unser, ich nenne ihn jetzt mal Projektmanager, hat den Mitgliedern zunächst erklärt, sie sollen uns dafür lediglich eine Umlage zahlen bzw. Zuwendungen weiterleiten. Da wir aber eine umsatzsteuerpflichtige Dienstleistung erbringen, müssen wir nun anstatt eine Umlage anzufordern Rechnungen schreiben.
    Das eine Mitglied mit dem Rechnungsproblem ist ein Gebietskörperschaft in Belgien, die bei Ausgaben über 2.000 € Angebote einholen oder sogar ausschreiben muss. Ich soll das nun zwischen den beiden Parteien managen und unser "Projektleiter" sagte nur "Dann sollen die halt eine Spende machen und gut!" Hier sind sowie so schon alle überfordert wenn man mit dem Wort Umsatzsteuer nur ankommt und ich habe keine Idee, wie ich damit verfahren soll.....

    Gruß Hans
     
    Rechnungsgemauschel Beitrag #5 7. Dezember 2017 um 16:46 Uhr
  7. riese
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    Hallo Hans,

    Du bist vollkommen im Recht! Der andere Verein hat ja nur die Leistung bereits in Anspruch genommen und muss sie auch bezahlen. Hätte der andere Verein andere Angebote einholen wollen, hätte er das vorher tun müssen und nicht erst, wenn die Rechnung da ist.;)

    Gruß
    Rainer
     
    Rechnungsgemauschel Beitrag #6 7. Dezember 2017 um 17:52 Uhr
  8. buendisch
    buendisch Erfahrener Benutzer
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    Was genau ist denn der Sachverhalt? Leitet Ihr nur die Gelder weiter, die Ihr zur Verteilung von der EU bekommt? Dann sind das meiner vorläufigen Meinung nach nur durchlaufende Gelder, da Ihr selbst nicht der Emfänger seid. Oder bekommt Ihr für diese Dienstleistung zusätzliche Gelder von den letztendlichen Empfängern, egal ob diese nun wieder Geld zahlen oder Ihr das vereinfacht von den weiterzuleitenden Geldern abzieht? Dann wäre das höchstwahrscheinlich eine Dienstleistung, die voll umsatzsteuerpflichtig ist, weil sie grundsätzlich jedes Unternehmen leisten kann.
     
    Rechnungsgemauschel Beitrag #7 8. Dezember 2017 um 09:56 Uhr
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