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  1. Bezugskosten und Nachlässe # 1
    Hilfsbuchhalter

    Standard Bezugskosten und Nachlässe

    (10-03) Für die Geschäftsfälle eines metallverarbeitenden Betriebes sind die Buchungssätze anzugeben. Für Bezugskosten und Nachlässe sind Unterkonten zu verwenden.


    1. Eingang einer Lieferanten-Rechnung Nr.: ER 417
    Rostschutzfarben , 1 Palette 7.000,00
    Frachtkosten 150,00
    Zwischensumme 7.150,00
    zzgl. Mehrwertsteuer

    2. Eingang einer Lieferanten-Rechnung Nr.: ER 418
    1 Gebinde Rohblech 4.000,00
    1 Palette Rostschutzmittel 1.000,00
    Frachtkosten 1.000,00
    Zwischensumme 6.000,00
    zzgl. Mehrwertsteuer

    3. Gutschrifteingang auf die Farben zur Rechnung Nr. ER 417 wegen Mängel in Höhe von 10,0%

    4. Überweisung des offenen Betrages, Rechnung Nr. ER 417 unter Abzug von Skonto 2,0%

    5. Überweisung des offenen Betrages, Rechnung Nr. ER 418 unter Abzug von Skonto 3,0%

    6. Barverkauf einer Palette Farben, Listenpreis 8.120,00
    mit Barzahlungsrabatt 10,0%
    7. Abschluss der Unterkonten

  2.   Alt 
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  3. Bezugskosten und Nachlässe # 2
    Denny30SDL

    Standard

    aufwands- oder bestandsorientiertes verfahren?

  4. Bezugskosten und Nachlässe # 3
    Hilfsbuchhalter

    Standard

    Das liegt - wie im richtigen Leben - im Ermessen des Bearbeiters.

  5. Bezugskosten und Nachlässe # 4
    ReNo

    Standard Welcher Kontenrahmen?

    Hallo,

    nach welchem Kontenrahmen soll den gebucht werden?
    IKR-Schulkontenrahmen, oder?

    Hoffe, kann Dir dann konkret weiterhelfen.

    [Habe hier den GKR-, Einzelhandels- und IKR-Schulkontenrahmen sowie die in der betrieblichen Praxis vorkommenden Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04 vorliegen.]

    LG
    ReNo

  6. Bezugskosten und Nachlässe # 5
    Hilfsbuchhalter

    Standard

    Das Hilfsangebot ist in hohem Maße dankenswert. Das Missverständnis liegt wohl darin, dass ich hier eine Aufgabe zum Üben für fortgeschrittene Anfänger angeboten habe.

  7. Bezugskosten und Nachlässe # 6
    HerrSollanHaben

    Standard

    So wollte hab mich mal der Aufgabe annehmen, weil ich finde sie passt gut zu meinen Kenntnissen(WirtschaftsfachwirtIHK) in Buchführung.
    Ist ja doch schon bischen älter die Aufgabe :-)
    Habe Rostschutzfarben/-mittel als Hilfsstoffe und Rohblech als Rohstoffe deklariert!?

    1.
    Hilfsstoffe 7000
    Bezugskosten Hilfsstoffe 150
    Vorsteuer 1358,50
    an
    Verbindlichkeiten LuL 8508,50

    2.
    Rostoffe 4000,00
    Hilfstoffe 1000,00
    Bezugskosten Rohstoffe 800,00
    Bezugskosten Hilfsstoffe 200,00
    Vorsteuer 1140
    an
    Verbindlichkeiten LuL 7140,00

    3.
    Verbindlichkeiten LuL 850,85
    an
    Nachlässe Hilfsstoffe 715,00
    Vorsteuer 135,85

    4.
    Verbindlichkeiten LuL 7657,65
    an
    Nachlässe Hilfsstoffe 128,70
    Vorsteuer 24,45
    Bank 7504,50

    5.
    Verbindlichkeiten LuL 7140,00
    an
    Nachlässe Rohstoffe 144,00
    Nachlässe Hilfsstoffe 36,00
    Vorsteuer 34,20
    Bank 6925,80

    6. (Bei Aufgabe 6 unterstelle ich einfach mal, das die Farben Handelswaren sind, die zum Verkauf bestimmt sind
    und keine Hilfsstoffe und das der Listenpreis 8120,00 NETTO ist)

    Kasse 8696,52
    an
    Umsatzerlöse für Handelswaren 7308,00
    Umsatzsteuer 1388,52

    7. Abschluss der Unterkonten

    Nachlässe Rohstoffe an Rohstoffe 144,00
    Rohstoffe an Bezugskosten Rohstoffe 800,00

    Nachlässe Hilfsstoffe an Hilfsstoffe 879,70
    Hilfsstoffe an Bezugskosten Hilfsstoffe 350,00

    So Fertig :-)
    So bitte um Meinung oder Berichtigungen oder Verbesserungsvorschläge.
    (hoffe habe keinen Fehler reingehauen, ist ja schon kurz nach 24 Uhr )

    Lg HSaH

  8. Bezugskosten und Nachlässe # 7
    riese

    Standard

    Hallo Hilfsbuchhalter, hallo Sollanhaben,

    Zitat Zitat von HerrSollanHaben
    7. Abschluss der Unterkonten

    Nachlässe Rohstoffe an Rohstoffe 144,00
    Rohstoffe an Bezugskosten Rohstoffe 800,00

    Nachlässe Hilfsstoffe an Hilfsstoffe 879,70
    Hilfsstoffe an Bezugskosten Hilfsstoffe 350,00
    In der Praxis werden diese Unterkonten überhaupt nicht abgeschlossen, sondern gemeinsam mit den Wareneinkaufskonten in einem GUV-Auswertungspunkt geführt. Die Saldierung findet dann dadurch statt, dass in der GUV die Summe aller auf diesen Auswertungspunkt entfallenden Konten ausgewiesen wird.

    Vor allem beim Skonto ist zu beachten, dass dieser sich immer auf den Gesamtrechnungsbetrag bezieht und nicht auf einzelne Artikel. Wäre eine Lagerbuchführung vorhanden und man würde diese Nachlässe nachträglich von den Rohstoffen abziehen, wären die Lagerzugänge (die die Nachlässe nicht beinhalten) höher als der Wareneinkauf und damit die GUV unglaubhaft.

    Gruß
    Rainer

  9. Bezugskosten und Nachlässe # 8
    HerrSollanHaben

    Standard

    Zitat Zitat von riese Beitrag anzeigen
    Hallo Hilfsbuchhalter, hallo Sollanhaben,

    In der Praxis werden diese Unterkonten überhaupt nicht abgeschlossen, sondern gemeinsam mit den Wareneinkaufskonten in einem GUV-Auswertungspunkt geführt. Die Saldierung findet dann dadurch statt, dass in der GUV die Summe aller auf diesen Auswertungspunkt entfallenden Konten ausgewiesen wird.
    Hi Rainer,

    schön das du dich dazu äußerst.
    Gelten Deine Aussagen auch noch nach folgender Aussage von mir?
    (Weil dein Post könnte ich nur für das Aufwandsorientierte Verfahren = buchen als Aufwand und Ertrag, in der GuV nachvollziehen/verstehen)

    Ich bin vom Bestandsorientierten Verfahren ausgegangen. Da meine Ausbildung immer im IKR gebucht wurde (Schmolke/Deitermann)
    Also RHB werden beim Einkauf im Umlaufvermögen gebucht.

    Zitat Zitat von riese Beitrag anzeigen
    Vor allem beim Skonto ist zu beachten, dass dieser sich immer auf den Gesamtrechnungsbetrag bezieht und nicht auf einzelne Artikel. Wäre eine Lagerbuchführung vorhanden und man würde diese Nachlässe nachträglich von den Rohstoffen abziehen, wären die Lagerzugänge (die die Nachlässe nicht beinhalten) höher als der Wareneinkauf und damit die GUV unglaubhaft.

    Meine theoretischen Betriebe im IKR Kontenrahmen gehen denke ich, immer von einer Lagerbuchführung aus.

    Nach meinem Wissenstand wird eben gerade z.B mit der FiFo Methode jeder Liefervorgang im Lager einzeln erfasst und am Jahresende der Wert der z.B. Hilfsstoffe anhand dieser Lieferungen wieder zusammen addiert !?
    (z.B. 3 Lieferungen a 5 Paletten sind noch auf Lager am Jahresende (sind ja dann die letzten 3 gelieferten = FiFo) und jeder Lieferung hat ihren eigenen Wert(Skonti/Rabatte/EK-Preis/Bezugskosten)

    Oder habe ich hier irgendetwas ganz falsch verstanden ?


    Grüße HSaH


    Gruß
    Rainer

  10. Bezugskosten und Nachlässe # 9
    riese

    Standard

    Hallo HSaH,

    Zitat Zitat von HerrSollanHaben
    Ich bin vom Bestandsorientierten Verfahren ausgegangen. Da meine Ausbildung immer im IKR gebucht wurde (Schmolke/Deitermann)
    Also RHB werden beim Einkauf im Umlaufvermögen gebucht.
    beim bestandsorientierten Verfahren wird es ja noch deutlicher: Aufgrund der Rechnung verbuchst Du die Lagerzugänge, natürlich für jeden fakturierten Artikel extra. Ob 14 Tage später vom Gesamtrechnungsbetrag Skonto abgezogen wird, weißt Du zu diesem Zeitpunkt ja noch gar nicht. Außerdem würde sich nicht jeder Rechnungsposten um diesen Prozentsatz ermäßigen. Frachtkosten sind z.B. nicht skontierbar. Nur wenige teure Programme lassen die nachträgliche Korrektur des Preises für einen in der Vergangenheit verbuchten Lagerzugang zu, zumal durch den Skonto i.d.R. nicht der Rechnungsbetrag verändert wird, sondern eine OP-Bereinigung auf dem Kreditorenkonto vorgenommen wird.

    Zitat Zitat von HerrSollanHaben
    Nach meinem Wissenstand wird eben gerade z.B mit der FiFo Methode jeder Liefervorgang im Lager einzeln erfasst und am Jahresende der Wert der z.B. Hilfsstoffe anhand dieser Lieferungen wieder zusammen addiert !?
    (z.B. 3 Lieferungen a 5 Paletten sind noch auf Lager am Jahresende (sind ja dann die letzten 3 gelieferten = FiFo) und jeder Lieferung hat ihren eigenen Wert(Skonti/Rabatte/EK-Preis/Bezugskosten)
    Lagerverwaltungsprogramme rechnen anders:
    1. Bei einem Zugang werden alle Zugangswerte addiert und durch Division durch die Anzahl der vorhandenen Teile ein Durchschnittspreis ermittelt.
    2. Bei einem Abgang wird die Anzahl der entnommenen Teile mit diesem Durchschnittspreis multipliziert und vom Lagerwert abgezogen.
    Beim nächsten Zugang wird der Wert der zugegangenen Teile dem Lagerwert und die Anzahl der Teile den vorhandenen Teilen hinzugerechnet und durch erneute Division der neue Durchschnittspreis errechnet. Allerdings widerspricht die Verfahrensweise der Fiktion des HGB, dass die ältesten Teile zuerst entnommen werden; vielmehr entstehen willkürliche Rechengrößen. Verbuche mal zum Test bei einem Artikel zum Preise von 5,00 € den Zugang eines einzigen Artikels zum Preise von 1000,00 € und schau Dir anschließend den Durchschnittspreis an.

    Rabatte und Bezugsnebenkosten kannst Du sofort mit dem Lieferpreis verrechnen und den korrigierten Preis erfassen. Bei Skonto ist dies jedoch nicht möglich, weil dieser am Tage der Erfassung des Lagerzugangs ungewiss ist. Es ist auch allgemein nicht erwünscht, dass Skonto den Lieferpreis mindert, sondern betriebswirtschaftlich will sich die Verwaltung, die für eine rasche Bezahlung gesorgt hat, mit diesen Federn schmücken (und nicht an Kunden oder Verbraucher weitergeben) und sieht hierin einen zinsähnlichen Ertrag.

    Gruß
    Rainer

  11. Bezugskosten und Nachlässe # 10
    HerrSollanHaben

    Standard

    1. Meine erster Gedankengang dazu ist:

    2. Ich als "Theoretiker" finde es gut mal die Lehrbuchsachen mit der Praxis
    abzugleichen und freue mich das hier mal auszutauschen.

    Meine Probleme/Überlegungen zu deinen Ausführungen:

    Egal ob Aufwands-/ oder Bestandorientiert, die Nachlässe (Skonti, Nachträgliche Rabatte) sind gemäß z.B Schmolke/Deitermann und meinen IHK Schulungsunterlagen immer auf einem Unterkonto der z.B Rohstoffe auf der Haben Seite zu buchen

    Beispiel 1
    Aufwandskonto (Ohne Umsatzsteuer zur Vereinfachung)
    1. Buchung bei Rechnungseingang
    6000 Aufwendungen für Rohstoffe an 4400 Verb LuL 10.000,00

    2. Buchung der Skonti bei Zahlung
    4400 Verb LuL an 6002 Nachlässe für Rohstoffe 800,00

    =Somit Aufwand der Rohstoffe 9200,-

    Beispiel 2
    Bestandskonto
    1.
    2000 Rohstoffe an 4400 Verb LuL 10000,00
    2.
    4400 Verb LuL an 2002 Nachlässe für Rohstoffe 800,00

    =Wert der Rohstoffe 9200,-


    Ok, beim Aufwandsorientierten Verfahren ist es wirklich "Egal" da ja nur am Jahresende geschaut wird was noch Im Lager ist, und das ist dann der SB.

    Aber beim Bestandsorientierten Verfahren und der Entnahme mit Materialentnahmeschein hätte ich ja dann immer eine Abweichung.
    Zwischen Buchhaltung und tatsächlichem Lagerwert.

    Beispiel 2 von oben:

    Buchhaltung sagt am Jahresende Wert Konto 2000 Rohstoffe 9200,- .
    Lager meldet 10 000 lt Inventur . (da das Lager ja die Skonti nicht hat)
    Und das jetzt mal bei Lagern um 300.000 Euro und die Hilfstoffe und Betriebsstoffe noch dazu, da kommen ja schon ordentliche Summe zusammen.....

    So, hab ich mir mal das ganze im Kopf ausgemalt Wo ich Probleme sehe.

    Und noch 2 Fragen:

    1.Verstößt das nicht generell auch gegen das Niederstwerprinzip Skonto (Bei der Bewertung) nicht zu berücksichtigen?
    Stört das keinen Betriebsprüfer etc. ?

    2.Könntest du mir mal sagen wie du in dem Fall das Skonto buchst, wenn nicht übers Rohstoffkonto NAchlässe ?
    Als Ertrag im GuV ?

    Wie du siehst versuche mir Gedanken zu machen um es zu verstehen, komm aber noch nicht ganz klar.


    Gruß
    HSaH
    Geändert von HerrSollanHaben (20.07.2009 um 13:08 Uhr)

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