Die Frage ist ja zunächst einmal, wo und wie das Dein Ergebnis beeinflusst!?
Ob Du etwas als RHB behandelst oder als sonstigen betrieblichen Aufwand schlägt sich im Jahresergebnis je erstmal nicht nieder. Einfluss hat es nur auf den Rohgewinn, d.h. dass, was vom Umsatz nach Abzug aller Materialkosten, Fremdleistungen usw. noch übrigbleibt.
Jetzt kann man von Fall zu Fall entscheiden, ob eine Auswirkung auf den Rohgewinn erwünscht ist oder nicht. Entscheidendes Kriterium dabei ist für mich, dass die Kosten auch direkt und ausschließlich mit Umsätzen, d.h. mit der Erzeugung der Ware zusammenhängen. Bei der Instandhaltung von Maschinen könnte man also tatsächlich davon ausgehen. Trotzdem würde ich es nicht den Betriebsstoffen zuordnen, aus einem ganz einfachem Grund:
Durch eine z.B. größere Instandhaltung einer Maschine würde dann mein Rohgewinnsatz sinken. Der kann somit für mich kein sicheres Indiz mehr sein, dass ich den Materialaufschlag im Verkauf richtig kalkuliert habe, denn ein Zusammenhang mit den Materialbeschaffungskosten ist nicht wirklich gegeben.
Das einzige, das ich wirklich auf das RHB-Konto buche ist Diesel für den Gabelstapler und sowas obwohl man da sicher auch drüber diskutieren könnte. Rohstoffe und Schrauben und sowas verbuche ich gleich mit unter Wareneingang - wobei da auch die Bequemlichkeit ein Grund ist.
Für mich als Buchhalter ist es nämlich auch nicht immer klar ersichtlich, ob etwas bei uns weiterverarbeitet oder praktisch so wie es ist eingebaut wird und dann würd ich den halben Tag nur unseren Werkstattleiter fragen, was es nun ist. Die Arbeit will ich mir einfach nicht machen und ich hielte sie auch nicht für sinnvoll denn letztlich hätte eine Trennung von Wareneinkauf und Rohstoffen kaum einen Effekt.
Aber: Es kommt natürlich immer drauf an, was man erreichen will mit seiner Buchhaltung. Will ich eine genaue Trennung zwischen weiterverkaufter und weiterverarbeiteter Ware haben, würde ich meine Vorgehensweise wohl umstellen aber im Moment sehe ich da in unserem Falle keinen Sinn.
Ich will damit sagen, man muss das ein bisschen Flexibel handhaben. Entscheidend sollte sein, was dem Betrieb hilft (natürlich in den gesetztlichen Grenzen), nicht was in irgendwelchen Büchern als Definiton steht.
Ich hoffe, das was jetzt nicht zuviel Gelaber!?
Gruß, Kai